Anwendungsweisen von ätherischen Ölen 

08.11.2020

Ätherische Öle können verschieden eingesetzt und angewendet werden. Für die besten Ergebnisse ist es ratsam, sich vorher zu informieren, wie welche Öle eingesetzt werden. 

Ätherische Öle können auf folgende Art und Weisen verwendet werden:

Duftlampe

In einer Duftlampe werden einige Tropfen des Öles mit Wasser verdünnt, und anschließend durch ein Teelicht unter der mit Öl und Wasser gefüllten Schale verdunstet und so im Raum verteilt. Duftlampen kommen vorallem bei Aromatherapien zum Einsatz.

Duft-Eis im Glas

Über ungiftige Trägerstoffe kann extrem viel Wasser über Monate hinweg gebunden werden. Die an Eis erinnernden Gelpartikel des Granulats werden eingefärbt und gezielt mit ätherischen Ölen aromatisiert. Diese Teilchen werden nun in Gläser gefüllt und verkauft. Das Glas kann je nach Bedarf geöffnet und die Düfte eingeatmet werden. Wird das Glas wieder verschlossen, regeneriert sich der Duft. So sind die Aromen überall abrufbar und können zum Beispiel mit zur Arbeit genommen werden, wo sie weder eine Kerze, noch spezielle Verdampfer benötigen.

Badezusatz

6-20 Tropfen des Öls können mit einem Emulgator (Beispielsweise 1 Esslöffel Honig, 1 Tasse Milch oder Apfelessig) gut vermischt, und in eine Badewanne gegeben werden. Die optimale Wassertemperatur sollte hierbei möglichst nicht über 38 °C gehen. Die empfohlene Badezeit beträgt 20 Minuten.

Sauna

Das Öl kann in das Aufgusswasser gegeben und anschließend ein Aufguss durchgeführt werden. Es ist ratsam, erst einmal zu schwach zu dosieren, besonders wenn Kinder mit in der Sauna sind. Diese mögen vorallem Zitrusdüfte und Mischungen mit diesen.

Massageöl

5 % Öl in einem fetten Trägeröl gemischt ergibt ein wunderbares Massageöl. Es ist ratsam, die Mischung für jede Massage neu zusammenzustellen und altes Öl nicht nochmal zu verwenden. So kann auch eine Individualität für jede Massage geschaffen werden. Als Trägeröl kann Oliven-, Mandel-, Weizenkeim-, Sonnenblumen- oder Jojobaöl verwendet werden. Dieses wird in einen Eierbecher gegeben und mit 5–10 Tropfen des Öls darin gründlich vermischt.

Ätherische Öle sollten immer kindersicher aufbewahrt werden. Der Gesetzgeber schreibt weiterhin vor, dass auf jedem Flaschenetikett vermerkt sein muss: "zur Wohnraumaromatisierung" und "nicht in Kontakt mit Schleimhäuten bringen". Ebenso sind ätherische Öle keine Arzneimittel im Sinne des Lebensmittelgesetzes. Sie sollten auch nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. 

Über die Qualität ätherischer Öle

Das jeweilige Herkunftsland ist entscheidend für die Qualität ätherischer Öle. Doch auch die Art der Gewinnung bzw. welche Pflanzenteile verwendet werden und wie mit den gewonnen Produkten umgegangen wird, ist ausschlaggebend. 

Reine ätherische Öle werden nicht hergestellt, sondern aus der Stammpflanze im jeweiligen Herkunftsland gewonnen. In den meisten Fällen geschieht das durch die sogenannte Wasserdampfdestillation (WDD) oder durch Kaltpressung (bei Fruchtschalen). Die Öle werden in der Regel physikalisch, organoleptisch und gaschromatografisch untersucht, bevor sie in den Handel gebracht werden. Jeder Verkäufer (nicht nur der Großhändler welcher im besten Fall auch der Importeur ist) sollte den Herkunftsort kennen, die Chargennummer nennen und die Möglichkeit haben, für jedes Öl seiner Charge ein Prüfungszertifikat vom Lieferanten zu erhalten. Diese Informationen zzgl. z. B. des lateinischen Namens oder die Art der Herstellung können auf dem Flaschenetikett aufgebracht sein. Sie treiben die Kosten des Produktes allerdings in die Höhe. Jede Charge verlangt neue Etiketten. 

Als Kunde hat man immer die Möglichkeit, sich beim Verkäufer über die o. g. Informationen zu erkundigen. Denn der Verkäufer sollte immer wissen was er verkauft. Die Qualität des Öls erkennt man daran, wie viele Tropfen des Öls man in die Duftlampe füllen muss, bis der Duft die gewünschte Intensität erreicht, wie lange dieser anhält und ob er sich verändert bzw. im schlimmsten Falle sogar unangenehm wird. 

Ein ätherisches Öl der letzten Ernte kann man bedenkenlos 2–3 Jahre ohne Qualitätsverlust verwenden. 

Kapitel über das Riechen

Nervus olfaktorius – so heißt der Riechnerv, welcher die Nasenschleimhaut mit dem Gehirn verbindet. Das Riechzentrum ist eng mit dem Teil des Hirnes verbunden, der Gefühle, Gedächtnis, Sexualtrieb und Intuition steuert. Auch der Hypothalamus, welcher für das Hormonsystem des Körpers zuständig ist, lässt sich mit Düften beeinflussen. 

Rezepturen für Duftlampe

Schwache Nerven Lavendel 5 + Bergamotte 4
Stimmungsaufheller Lavendel 4 + Zimt 3
Depression Lavendel 5 + Zypresse 3
+ Orange 4
Schlafen Lavendel 7 + Myrte 5
Konzentration Rosmarin 4 + Zitrone 3
oder Lavendel 2
+ Grapefruit 5
Büro und Konferenzen Lavendel 3 + Rosmarin 5
+ Sandelholz 4 oder
Bergamotte 4 + Lavendel 2
+ Myrte 3
Kopfschmerzen Lavendel 5 + Pfefferminze 2
Liebesnacht Nelke 2 + Lavendel 3 + Sandelholz 4
oder Ylang-Ylang 4 + Sandelholz 3
+ Lavendel 2 oder Sandelholz 3
+ echte Rose 3
Reinigung / negative
Schwingungen
Weihrauch und Salbei gemischt oder
getrennt nach Belieben
Angabe in Tropfen (1 = 1 Tropfen Öl)

Rezepturen für Badewasser

Entspannung Lavendel 7, Orange 7, Ylang-Ylang 3
Erkältung Thymian 5, Lavendel 5, Eukalyptus 5
Schlafen Lavendel 7, Myrte 7, (Rose 2),
Rosenholz 10
Fitmacher Rosmarin 7, Zitrone 5, Myrte 2
Nach dem Sport Lavendel 4, Fichtennadel 5,
Thymian 3, Eukalyptus 3
Rheuma Lavendel 4, Rosmarin 5, Lorbeer 3,
Zypresse 4
Angabe in Tropfen (1 = 1 Tropfen Öl)

Rezepturen für Saunaaufgüsse

Empfohlen werden Mischungen aus Eukalyptus-Minze (überwiegend Eukalyptus), Fichtennadel mit Latschenkiefer oder Zypresse, Rosmarin mit Lavendel, Myrte oder Zitrone. Komposition für finnische Sauna: "Nordische Birke", leicht fruchtig, enthält 10 % Parfüm einer Parfümkomponente.

Massage 

Verspannung Lavendel 3, Rosmarin 3, Zypresse 2
Stress Lavendel 3, Geranium 5
Schwaches
Bindegewebe
Zypresse 3, Wacholder 3, Grapefruit 4
Steigerung der
Abwehr
Teebaum 3, Lavendel 5, Thymian 3
Angabe in Tropfen (1 = 1 Tropfen Öl)

Wichtiger Hinweis

Soweit Aussagen Verwendung finden, die bestimmte Wirkungen des Produktes beschreiben, wird ausdrücklich klargestellt, dass mit diesen Aussagen keine Wirkungen im naturwissenschaftlichen Sinne getätigt werden. Es handelt sich um Hinweise auf Anwendung des Produktes im traditionellen, überliefertem Sinne.