Wissenswertes über ätherische Öle und Düfte

16.10.2020

Neben unserem Räucherwerk sorgen auch ätherische Öle für eine gute Atmosphäre im Raum. Was ihr alles über die verschiedenen Duftstoffe und ihre Wirkungen wissen solltet, könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Allgemeiner Sicherheitshinweis: Die ätherischen Öle sind nicht zum Verzehr oder für die Verwendung in E-Shishas geeignet. Bei Verwendung bitte Handschuhe tragen und die Öle nicht auf Oberflächen wie Holz oder die Haut kommen lassen. Bei Augenkontakt bitte umgehend mit Wasser ausspülen und unverzüglich einen Augenarzt konsultieren.

Anis

Das Anisöl wird durch eine Wasserdampfdestillation der Samen gewonnen. Qualitativ hochwertiges Öl verfestigt sich bei Temperaturen unter 20 Grad. Deshalb sollte es warm gelagert werden. Altes Öl verliert seine Kristallisationsfähigkeit. 

Anis wird als allgemein anregend und stärkend empfunden. Es findet außerdem Verwendung in der Zahnkosmetik. Auch Förster und Jäger profitieren von dem intensiven Geruch von Anis, da dieser das Wild zu neu angelegten Futterstellen lockt und sie den menschlichen Geruch nicht mehr wahrnehmen lässt.

Bergamotte 

Bergamotte ist ein Rautengewächs und gleichzeitig eine Abart des Zitronenbaumes. Das Öl wird durch eine Kaltpressung der Fruchtschale gewonnen.

Bergamotte hat einen erfrischenden und stimmungsaufhellenden Duft. Er hilft bei Anspannungen, Stress, Angst und Depression. Bergamotte wird zudem in Erfrischungswasser, Bade- und Massageölen, Kosmetika, Parfüm oder zum Aromatisieren von Schwarztee verwendet. Bergamotte steigert die Lichtempfindlichkeit der Haut und bräunt nach Benutzung von bergamottehaltigen Bräunern manchmal ungleichmäßig. Außerdem beugt Bergamotte Läusen und Nissen vor. 

Da Bergamotte ein teures und kostbares Öl ist, wird es oft mit Orangenöl verdünnt verkauft.

Citronella

Citronellaöl wird durch Wasserdampfdestillation von Süß- oder Bartgras gewonnen. Es ist verwandt mit dem Lemongrasöl und wird daher im Laden unter dem Namen „indische Melisse“ verkauft. 

Citronella hat einen frischen, Zitronen-artigen, leicht grünen Duft. Es ist anregend und konzentrationsfördernd. Es findet Anwendung in Kosmetika und Massageölen gegen Rheuma. Citronella eignet sich exzellent für die Mückenabwehr im Sommer und soll Katzen von Pflanzen fernhalten.

Eukalyptusöl

Eukalyptus ist ein Myrtengewächs und wird durch die Wasserdampfdestillation von Blättern und Zweigen gewonnen.

Eukalyptus hat einen würzigen und erfrischenden Duft und aktiviert und schafft einen klaren Kopf. Eukalyptus wirkt stark desinfizierend und Parasiten-bekämpfend. Durch das Öl kann die Luft gereinigt werden und den Körper vor ansteckenden Krankheiten schützen, vor allem, wenn sie die Lunge betreffen. Vorsicht: Eukalyptusöl schützt nicht vor einer Infektion mit COVID-19 oder sonstigen viralen und bakteriellen Erkrankungen.

Auch in Saunaaufgüssen und Badezusätzen wird Eukalyptus gerne verwendet, sowie in Hausmitteln gegen oder für die Behandlung bei Erkältungen sowie bei Rheuma. Genau wie Bergamotte schützt auch Eukalyptus vor Läusen und Parasiten. Auch bei Teerflecken auf Haut und Kleidung wird Eukalyptus zur Entfernung eingesetzt.

Fichtennadel

Öl aus Fichtennadeln wird durch Wasserdampfdestillation von Fichtennadeln und jungen Zweigen gewonnen. 

Durch seinen harzig-warmen Duft stärkt und festigt das Fichtennadelöl. Außerdem hilft es gegen Einsamkeitsgefühle. Eine Inhalation von Fichtennadelöl kann bei Erkältungen helfen, indem es das Abhusten erleichtert. 

Fichtennadel wird vor allem in lindernden Badezusätzen bei Rheuma und Gicht angewendet und kann als Fußbad bei Schweißfüßen helfen. 

Geranium

Geranium wird durch die Wasserdampfdestillation der Geranien, welche zur Gruppe der Storchenschnabelgewächsen gehören, gewonnen. 

Geranium hat einen balsamischen, leicht an Rosen erinnernden Duft, welcher entspannt und antidepressiv wirkt. Geranium wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt und es kann bei emotionalen Belastungen für Herz und Seele helfen. Hautkrankheiten wie Flechten oder trockene Ekzeme können durch Geranium gelindert werden. Auch trockene, spröde und rissige Haut können mit Badezusätzen verschönert werden. 

Geranium sollte gering dosiert werden, da es sehr intensiv und für Menschen mit gutem Geruchssinn oft zu intensiv wahrgenommen wird.

Grapefruit

Grapefruits sind Rautengewächse, deren Öl durch Kaltpressung der Schalen gewonnen werden kann. 

Grapefruitöl hat einen erfrischenden, kühlenden Duft; belebt und stärkt das Selbstvertrauen. In Bade- und Massageölen stärkt es das Bindegewebe und wirkt durchblutungsfördernd. Auch die Kopf- und Körperhaut wird durch Grapefruitöl gestrafft. 

Lavendel

Lavendel kann durch zwei Arten gewonnen werden. Zum einen durch die Wasserdampfdestillation von Lavendelblüten (Endprodukt: Lavendelblütenöl), oder der ganzen Pflanze inklusive Kraut und Stil (Lavendelin). 

Die Qualität von Lavendelöl ist stark abhängig von den verwendeten Pflanzenteilen sowie deren Herkunft. Die besten Öle kommen aus Frankreich und England. Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts was Barêmme in Frankreich ein Begriff für allerfeinstes Lavendelöl. Lavendel hat einen aromatischen, blumig-würzigen Duft und wirkt ausgleichend und beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Oft reichen schon wenige Tropfen auf der Schlafkleidung oder dem Kopfkissen, um besser schlafen zu können. 

Lavendel findet man in Erfrischungswassern, Kosmetika und feinen Seifen (Lavendel wird von "lavare" ital. waschen, abgeleitet). Außerdem hat es eine antiseptische Wirkung und hilft gegen Parasiten und Insekten, vorallem aber gegen Spinnen und Motten. Eine schmerzstillende Wirkung bei Verbrennungen und Insektenstichen hat das Öl auch. Kopfschmerzen können behandelt werden, indem Sie eine Tropfen Lavendelöl in ihre Schläfen einmassieren. 

Eine Inhalation von Lavendelöl hilft beim Einschlafen und in (nicht als) Putzwasser kann es ebenfalls verwendet werden. Lavendelöl ist eines der vielseitigsten Öle überhaupt. Bei Kindern und Säuglingen wird es besonders gerne verwendet und sollte deshalb in keinem Haushalt fehlen. 

Lemongras

Lemongras kennen wir schon vom Citronellaöl. Es wird ebenfalls durch WD (Wasserdampfdestillation) von Süßgras gewonnen. 

Lemongras hat einen kräftig zitronigen, erfrischenden Duft. Es muntert auf und belebt Körper und Geist. Als Badezusatz hat es eine deodorierende Wirkung und kann auch als Fußbad verwendet werden.

Im Wischwasser und als insektenvertreibendes Hausmittel ist Lemongras auch geeignet.

Limette

Limetten sind Rautengewächse und verwandt mit der Zitrone. Das Öl wird durch die Kaltpressung der Dünnen Schale gewonnen. 

Das Öl der Limette hat einen leichten Zitrusduft und wirkt aufmunternd bei Nervosität sowie pessimistischer oder deprimierter Stimmung.

Litsea

Litsea cubeba ist eine Pfefferart und wird auch "Schwarzpfeffer" genannt. Es ist auch bekannt als Gewürz für Pfefferkuchen (Lebkuchen).

Litsea riecht absolut frisch-fruchtig. Das Öl sollte sparsam verwendet werden.

Mandarine

Mandarinen sind Rautengewächse, deren Öl durch Kaltpressung der Schalen gewonnen wird. Mandarinenöl führen wir nicht immer, da es leider oft pestizidbelastet ist

Mandarinenöl hat einen leichten, unbeschwerten Duft und wird als "das Kinderöl" bezeichnet. Es baut auf und bekämpft Angst und Traurigkeit. Das Öl hat eine kräftige und stimulierende Wirkung auf Magen und Leber und beruhigt den Darm (Massageöl, 5 % in fettem Trägeröl, den Leib im Uhrzeigersinn, vom Massierenden aus gesehen einreiben). Die Massage mit dem Öl ist eine Wohltat; besonders für Kinder und ältere Menschen.  

Als Badezusatz beugt es Schwangerschaftsstreifen vor. Vorsicht: Das Mandarinenöl verursacht Flecken auf Kleidung und Textilien.

Myrte

Myrte ist ein Myrtengewächs der Melaleucagruppe (zu der auch Teebaumöl gehört). Das Öl wird durch WD der jungen Blätter gewonnen. 

Myrte hat einen eukalyptusähnlichen Geruch, ist aber etwas milder und wirkt leicht beruhigend. Durch seine antiseptische Wirkung hilft Myrte bei Schnupfen und Husten, wenn mit dem Öl massiert, oder es inhaliert wird. 

In vielen Kosmetika wird Myrte verwendet, um unreine Haut zu pflegen. 

Nelke

Die Nelke oder auch Gewürznelke ist ebenfalls ein Myrtengewächs. Durch die WD der Blüten oder Zweige erhält man ihr Öl. 

Es riecht würzig, aktiviert und regt zu Taten an. Zudem steigert es die Leistungsfähigkeit. Nelken sind stark antiseptisch und gelten als schmerzlindernd. Vorallem bei Zahnschmerzen soll Nelkenöl (sehr gering dosiert auf den kariösen Zahn aufgetragen) Abhilfe verschaffen. 

Parasiten meiden den würzigen Geruch und Ameisen können "umgeleitet" werden. Wespen und Bienen werden durch den Duft besänftigt und stechen nicht mehr. Außerdem ist der Duft und der Verzehr von Nelken aphrodisierend. 

Orange

Orangenöl gewinnt man durch die Kaltpressung der Schalen. 

Das Öl erfrischt die Gedanken und Gefühle und hilft sich von Vergangenem zu lösen. Auch Trost schenkt einem der intensive Duft von unserem Orangenöl. Orange ist geruchsbindend und kann daher Tabakrauch neutralisieren bzw. überdecken. 

Palmarosa

Palmarosa ist eine Mischung aus verschiedenen Zitronellgrasarten und wird durch WD gewonnen. 

Palmarosaöl hat einen süßlichen, rosenähnlichen Geruch, der nach Maiglöckchen nachduftet. Es wird als sexuell anregend und beruhigend empfunden und hilft gegen Depressionen sowie Nervosität und Schlaflosigkeit. 

Patchouli

Patchouli ist ein buschiger Lippenblütler dessen Öl man durch die WD des Krautes gewinnt. 

Die beste Qualität hat das Öl aus Singapur. Es hat einen moosig-erdigen Geruch, der lange anhält und deshalb sparsam verwendet werden sollte. Patchouli kann als Parfüm verwendet werden und wirkt gleichzeitig antidepressiv, ausgleichend und aphrodisierend. Auch ist es der Duft der "Gruftis".

Als Fixiermittel wird es meistens in Kosmetika verwendet und verleiht Parfüm eine orientalische Note. Hilft gegen Motten. 

Pfefferminze

Wie Patchouli ist auch die Pfefferminze ein Lippenblütler. Pfefferminzöl wird durch die WD der Pflanzen oder der Blätter gewonnen. Für die qualitativ hochwertigeren Öle jedoch, werden lediglich die abgestreiften Blätter verwendet, um eine Verunreinigung durch Stängel ausschließen zu können. 

Pfefferminze hat einen frischen, aromatischen Geruch der belebt und konzentrationsfördernd ist. Die Minze hat eine antiseptische Wirkung und wirkt bei Erkältungen schleimlösend und schmerzlindernd. Gerade bei Erkältungen und Kopfschmerzen kommt das Pfefferminzöl zum Einsatz und wird - bei anhaltenden Kopfschmerzen - Tröpfchenweise in die Schläfen einmassiert und kann so, vorallem nach durchzechten Nächten, die Schmerzen stillen. Pfefferminzöl reizt kurzfristig die Augenschleimhäute. Augenkontakt vermeiden. Kleine Kinder sollten nicht mit Pfefferminzöl behandelt werden.

In Zahnpasta, Mundwasser und der Tabakindustrie kommt Pfefferminze zum Einsatz. Auch gegen Parasiten hilft das Öl. 

Rosenholz

Rosenholz ist, auch wenn der Name nicht sofort darauf schließen lässt, ein Lorbeergewächs. Es wird mithilfe der WD des Holzes (nicht dem des Rosenstockes!) hergestellt.

Es hat einen balsamischen, leicht würzigen, holzigen und zugleich blumigen Geruch. Rosenholz lässt sich prima mit ein klein wenig Lavendel kombinieren, ist aber ansonsten zum Mischen fast zu schade. Es wirkt antidepressiv und stimmungsaufhellend, kann aber auch die Nerven stabilisieren und hilft daher auch gegen Prüfungsangst, wenn es (1 Tropfen genügt) in die Schläfen einmassiert wird. 

Aufgrund seiner desodorierenden Wirkung ist Rosenholz in einigen Bade- und Hautpflegemitteln, sowie in Massageölen enthalten.

Rosmarin

Rosmarin ist ein Lippenblütler, dessen Öl durch WD des blühenden Krautes gewonnen werden kann. 

Rosmarin hat einen kräftigen, aromatischen Geruch, der an Weihrauch und Kampfer erinnert. Er hilft gegen allgemeine Erschöpfungszustände und wird daher in Bädern, bei Massagen oder in der Sauna angewendet. Das Öl regt das zentrale Nervensystem an und fördert Denkprozesse sowie die Konzentration, Sehkraft, den Geruchssinn und Erinnerungen. 

Rosmarin hilft gegen Krätze und Haarausfall und wird daher zur Haarpflege in Spülungen für dunkles Haar verwendet. Gering dosieren. 

Salbei

Salbei ist ein Lippenblütler, genau so wie der Rosmarin. Salbeiöl kann man per WD des Krautes herstellen. Salbei ist eine uralte Heilpflanze und wird vom italienischen salvare abgeleitet, was so viel wie speichern oder retten heißt. 

Salbei zeichnet sich durch einen kräftigen, würzig-aromatischen Duft sowie durch eine antiseptische Wirkung aus, die Salbei vor allem für Mundspülungen, Zahnpasta und Desinfektionsmitteln attraktiv macht. Salbei kann bei diversen Hauterkrankungen, Haarausfall oder Schlangenbissen (1. Hilfe... nach Biss sofort einen Arzt aufsuchen) Abhilfe verschaffen. Rheumapatienten schwören auf ein Bad mit Salbeiöl. Gehirntätigkeiten werden durch Kopfmassagen mit dem Öl angeregt und Kopfschmerzen gelindert. 

Salbei immer sparam verwenden und in der Schwangerschaft meiden. 

Sandelholz

Sandelholz ist eine aus ostindisch stammende Holzsorte und wird per WD des Holzes zu Öl weiterverarbeitet. 

Echtes Sandelholz duftet zunächst kaum, sondern entwickelt seinen Geruch erst, nachdem es auf der Haut aufgetragen, oder bei Wärme in eine Duftlampe gegeben wurde. Erst dann entfaltet es seinen aromatisch-süßlichen Duft, der an Ambra erinnert. Es hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit, Parasiten und Insekten. Dies ist auch der Grund, warum Möbel oder Tempeleinrichtungen aus Sandelholz hergestellt werden.

Sandelholz finden wir auch in Parfüm wieder. Leider ist dieses wunderbare, durch nichts zu ersetzende Öl wegen der Knappheit kaum noch lieferbar, und wenn doch, praktisch nicht mehr zu bezahlen. 

Spätapfelsine

Spätapfelsine ist eigentlich nur ein Fantasiename für eine Mischung aus aromastarkem Orangenöl und Benzoe-Siam. Benzoe-Siam ist ein vanilleähnlich duftendes Harz, das mit Orangenöl zusammen eine bestimmte Zeit ziehen muss und dann filtriert wird. Als fertiges Produkt erhält man einen leicht balsamisch-fruchtigen Duft.

Teebaum

Hierbei geht es nur um "melaleuca alternifolia" aus Australien, welcher per WD der Blätter zu Teebaumöl verarbeitet wird. 

Das Teebaumblatt enthält ca. 90 heilende Wirkstoffe und ist daher ein echter Alleskönner. Diese Tatsache erklärt sein breites Wirkunssprektum. Das Öl wirkt nämlich antiseptisch, gegen Bakterien, Pilze und Viren, ist stark und ist gleichzeitig ungiftig und hautfreundlich. Es eignet sich für alle Anwendungsmöglichkeiten und riecht nach einer Mischung zwischen Kampfer und Eukalyptus, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. 

Um das Öl richtig einzusetzen, sollte man zwei Werte kennen (diese sind bei jeder Charge unterschiedlich): Der Cineolgehalt darf bei medizinischer Nutzung nicht über 5 %, besser noch 3 % liegen, ansonsten wirkt es Hautreizend. Der Terpinenol-4-Gehalt, der anzeigt, wie stark seine keimtötenden Eigenschaften sind, soll über 35 % liegen. Je höher, desto besser. Ein Teebaumöl mit z.B. 4,7 % Cineol und 38 % Terpinenol-4 ist hervorragend zur Flächendesinfektion geeignet., jedoch nicht zur Behandlung von Lippenbläschen. Sollten diese Werte einmal nicht auf dem Flachenetikett vermerkt sein, fragen Sie den Verkäufer. 

Teebaumöl kann zur Behandlung von Hautunreinheit, Lippenbläschen, Fuß- und Nagelpilz, Zahn-, Zahnfleisch- und Mundpflege verwendet werden. Bei leichten Verbrennungen kann Teebaumöl Linderung verschaffen und ist zur Inhalation geeignet. 

Der Name "die kleinste Hausapotheke der Welt", den man Teebaumöl gibt, ist berechtigt.

Thymian

Aus der Küche kennen wir Thymian. Dort wird er zum Würzen und Verfeinern verwendet. Doch das Öl gewinnt man durch WD des Krautes. 

Thymian hat, wie den Meisten bekannt, einen kräftig-würzigen, kampferähnlichen Duft. Er wirkt gegen Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit und Schwächezustände.. Seine sehr stark antiseptische und antibakterielle Wirkung verlangsamt den Vorgang der Fäulnis bei Fleisch und bekämpft Parasiten sowie Gifte. Auch Läuse und Krätze bekämpft das Thymianöl und sollte daher in keiner Hausapotheke fehlen. 

Bäder können Beschwerden bei Gicht, Arthritis, Gelenk- und Muskelrheuma lindern.

Weihrauch

Weihrauch ist ein Balsambaumgewächs und wird durch die Extraktion des Harzes mit anschließender WD gewonnen. 

Der Duft von Weihrauch ist wahrscheinlich jedem Bekannt: würzig mit einem Hauch Kampfer. Weihrauch hat eine stark keimtötende Eigenschaft, die auch gegen negative Schwingungen hilft. Daher wird Weihrauch bei Hausräucherungen eingesetzt. Beim Einatmen verlangsamt sich die Atmung, wodurch ein Gefühl der Entspannung zustande kommt. Weihrauch soll dabei helfen, belastende Beziehungen zur Vergangenheit zu beenden und den Blick für das Ganze zu öffnen. Bei Meditationen mit Weihrauch ist genau das die Absicht. Atembeschwerden wie Asthma oder Hustenanfälle werden durch Weihrauch gelindert. 

In Kosmetika der Gesichtspflege belebt und erfrischt Weihrauch und gibt Spannkraft zurück. Es wirkt gut gegen Falten und findet in der Parfümindustrie als Fixiermittel Verwendung. 

Ylang-Ylang

Nicht zu verwechseln mit Ying u. Yang ist Ylang-Ylang ein Magnoliengewächs. Duch WD der Blüten gewinnt man Öl aus der Pflanze. Ylang-Ylang bedeutet "Blume der Blume". Das 1. Destillat ergibt Öl der besten Qualität (Ylang-Ylang Öl). Das 2. ist unter dem Namen "Cananga" im Handel (preiswerter) erhältlich und wird leider oft zum Strecken des teureren Ylang-Ylang Öls verwendet. Zwischenzeitlich wurde Cananga deshalb nicht mehr in den Handel gebracht. Junges Ylang-Ylang Öl muss erst einige Zeit reifen bevor es sein volles Aroma entfalten kann. 

Hat es das Aroma entfaltet, duftet es schwer-süßlich und berauschend. Es hat einen orientalischen Blütenduft, beruhigt und verhindert Angst und Depressionen, bekämpft Schlaflosigkeit, befreit eingesperrte Emotionen und ist aprodisierend. 

Zu Badezusatz und Massageöl wird es weiterverarbeitet. Auch in Kosmetika wird Ylang-Ylang zur Normalisierung der Produktion von Talgdrüsen verwendet. 

Das Öl sparsam verwenden, da es sehr intensiv ist.

Zedernöl

"Rote Zeder" ist ein Zypressengewächs dessen Öl durch die WD des Holzes gewonnen wird.

Zedernöl hat einen holzig-warmen Duft, beruhigt, baut auf und tröstet. Es findet Verwendung in Herrenkosmetik und ist insektenvertreibend. 

Zimt

Zimt ist ein Lorbeergewächs und wird per WD der Blätter, Blüten und Rinde zu Öl verarbeitet. 

Zimt ist anregend, erwärmend, meditationsunterstützend und hilft gegen Ängste sowie Verspannungen. Er ist leicht aphrodisierend und ergibt gemischt mit Nelke und Orange einen prima Weihnachtsduft. Wieviel wovon, können Sie selbst entscheiden. 

Zitrone

Zitronen sind Rautengewächse welche durch Kaltpressung der Schalen verarbeitet werden. 

Zitrone ist erfrischend und anregend, antibakteriell und hilfe bei Insektenstichen, Warzen sowie Ameisenbefall. Auch als Saunaaufguss eignet sich Zitrone bestens, besonders dann, wenn der Duft mit anderen Ölen gemischt ist. 

Zypresse

Zypressengewächse werden durch WD der Blätter zu Öl.

Sie sind konzentrationsfördernd und helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren sowie den Glauben an sich selbst zu finden. 

In Kosmetika für fettige Haut, Zellulitis und Schweißfüße, findet man ebenfalls Zypresse. 

Zirbenholzöl

Um Zirbenöl herzustellen, braucht man große Destillieranlagen, gemahlenes Ziebenholz und eine Mischung aus Zwirbelkieferzweigen und Nadeln. 100kg des Rohmaterials ergeben etwa 1l Öl, wie eine Faustregen sagt. 

Zirbenöl bindet Schweiß und Zigarettengeruch, die die Raumluft für viele Personen unerträglich machen. Auch Insekten wie Mücken, Motten und Milben meiden den Geruch von Zirbenholz. Die Psyche wird durch den Duft von Zirbenholz gestärkt und Sie fühlen sich voller Tatendrang. Zirbenholz hilft, psychischen Stress abzubauen. 


Quelle: Julia Schoppe – Ausformuliert von: Paul Schwab